Zahnimplantate können bei Ihnen verlorengegangene Zahnwurzeln ersetzen und als Pfeiler für feste Zähne verwendet werden. Dabei reichen die Möglichkeiten vom Ersatz eines einzelnen verlorengegangen Zahnes bis zum Ersatz aller Zähne bei totaler Zahnlosigkeit.

Dabei verhindern Implantate durch physiologische Krafteinleitung den Rückgang des Kieferknochens, der normalerweise in zahnlosen Bereichen fortschreitet.

Einzelzahnersatz: Das Beschleifen gesunder Nachbarzähne zur Herstellung einer Brücke kann vermieden werden, denn es wird nur der fehlende Zahn ersetzt.

Ersatz mehrerer Zähne: Es kann eine herausnehmbare Teilprothese vermieden werden. Die Anzahl der erforderlichen Implantate richtet sich nach der Lückengröße und Lokalisation.

Ersatz aller Zähne: Bei totalem Zahnverlust sind zwei Versorgungsvarianten möglich:

  1. Die Befestigung einer herausnehmbaren Prothese durch mit Stegen oder Druckknopfsystemen versorgte Implantate (in der Regel 2 bis 4 im zahnlosen Unterkiefer, 4 bis 6 im Oberkiefer). Vorteile sind der feste Sitz der Prothese und die Gaumenfreiheit im Oberkiefer.
  2. Die Versorgung des zahnlosen Kiefers durch eine festsitzende Brücke. Hierfür sind mehr Implantate (in der Regel 6 bis 8) und ein ausreichendes Kieferkammvolumen erforderlich.

Wie läuft eine Implantatversorgung ab?

Nach einer umfangreichen Voruntersuchung und Diagnostik wird ein schriftlicher Behandlungsplan erstellt und der Behandlungsablauf festgelegt. Gegebenenfalls müssen erforderliche Vorbehandlungen wie das Entfernen nicht erhaltungswürdiger Zähne und die Sanierung parodontal erkrankter Zähne durchgeführt werden.

Die eigentliche Implantation einer künstlichen Zahnwurzel erfolgt in der Regel schmerzfrei unter örtlicher Betäubung und ist vom Umfang mit einer Zahnentfernung zu vergleichen.

Unmittelbar nach der Implantation sollte der Patient das Gebiet kühlen und bis zum Abklingen der örtlichen Betäubung nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Im Anschluss werden die Nähte beim Patienten nach 10 Tagen entfernt.

In der sich anschließenden Einheilphase müssen die, in unserer Praxis in Kassel eingesetzten, Zahnimplantate fest im Kieferknochen einwachsen (sog. Osseointegration). Je nach den lokalen Voraussetzungen und der Komplexität der Implantation dauert diese zwischen 8 Wochen und 6 Monaten. Diese belastungsfreie Einheilphase ist wichtig für den Langzeiterfolg der Implantatversorgung in Kassel.

Danach werden die Implantate mit dem endgültigen Zahnersatz versehen.

Der richtige Zeitpunkt für eine Implantatversorgung

Nach dem Verlust eines Zahnes kann der Kieferkamm um bis zu 70% zurückgehen. Dieser gefürchtete Knochenrückgang kann das Einpflanzen künstlicher Zahnwurzeln verhindern. Deshalb ist der optimale Zeitpunkt für die Implantation ca. 10-12 Wochen nach einer Zahnentfernung (verzögerte Sofortimplantation).

In seltenen Fällen kann sofort nach der Zahnentfernung in einer Sitzung das Implantat eingesetzt werden (Sofortimplantation). Es darf hier aber keine Entzündung vorliegen und das knöcherne Zahnfach muss komplett erhalten sein.

Liegen zwischen der Zahnentfernung und der Implantation mehr als drei Monate spricht man von einer Spätimplantation.

Wenn der Kieferknochen aufgebaut werden muss

Je nachdem wie lange der Zahnverlust zurückliegt und wie kompliziert die Zahnentfernung war, kann der Knochen durch Resorption in Höhe und Breite zurückgegangen sein, so dass er nicht ausreicht, um Implantate einzusetzen.

Ist nur ein geringer Knochenaufbau in Kassel notwendig, können Knochenpartikel aus benachbarten Abschnitten des Kieferkammes zum Auffüllen des Defizites verwendet werden. Diese können mit Knochenersatzmaterialien vermischt und ergänzt werden.

Weitere Möglichkeiten der Verbesserung des Knochenvolumens sind:

  • im Oberkieferseitenzahnbereich die Anhebung der Kieferhöhlenschleimhaut (Sinuslift)
  • bei schmalem Kieferknochen die Aufdehnung und Verbreiterung durch das sogenannte Bone- Splitting
  • bei schlechter Knochenqualität (weichem Knochen) die Knochenfestigung durch Kondensation

Größere Defizite werden durch Verpflanzung von Knochenstücken aus anderen Bereichen des Kieferknochens ausgeglichen. Dabei kommt in unserer Praxis stets die sehr schonende Ultraschallchirurgie zum Einsatz, bei der die Verletzungsgefahr von Weichgewebe und Nerven sehr stark minimiert ist.

Haltbarkeit von Implantaten

Zahnimplantate in Kassel stellen die haltbarste Form von Zahnersatz dar. Die künstlichen Zahnwurzeln erhalten den Kieferknochen und können bei Entzündungsfreiheit ein Leben lang halten. Um das zu gewährleisten sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen in Kombination mit Professioneller Zahnreinigung sowie die häusliche Pflege durch den Patienten notwendig.

Sie benötigen ein persönliches Beratungsgespräch zum Thema Zahnimplantate in Kassel? Wir helfen Ihnen sehr gerne weiter. Unter 0561 – 77 22 06 (Kassel) oder 0561 – 51 24 35 (Lohfelden) können Sie einen Termin in einer unserer beiden Praxen vereinbaren.

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